Meine Reise zur Elfenbeinküste

Am Mittwoch, dem 5. Februar 2025, flogen wir früh morgens mit Turkish Airlines zwei Stunden nach Istanbul. Drei Stunden hatten wir dort Zeit. Dann flogen wir weiter nach Abidjan, einer großen Stadt in der Nähe vom Meer. Wir hatten vor zweieinhalb Wochen dort zu bleiben und waren darauf vorbereitet viel Armut und andere unerwartete Dinge zu sehen. Auf der Fahrt zu unserem Hotel konnte ich nur ein paar Palmenumrisse erkennen, da es so Dunkel war. Das Hotel lag in Cocody (Stadtteil von Abidjan). 

Am ersten Tag waren wir in der Stadt unterwegs.  Den zweiten Tag blieben wir im selben Hotel. Eigentlich konnten wir nur dahin, weil drei Tage unseres Urlaubs ein Festival waren. Deshalb kam es am zweiten Tag dazu, dass wir unsere Künstlerkolegen aus Kanada trafen. Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Taxi nach Grand Bassam und von dieser Fahrt habe ich immer noch ein Trauma. Plötzlich fuhr das Taxi über den Bürgersteig auf die andere Straßenseite und fuhr einfach weiter. Als wir nach einer guten Stunde endlich in unserem Resort namens „Midez H&R“ ankamen, waren wir sehr froh aus dem Auto zu steigen. Grand Bassam war sozusagen der Strand von Abidjan, aber der Strand eigentlich nur eine riesige Müllhalde. An den Abenden aßen wir immer in kleinen Restaurants an der Straße. Aber an einem Abend liefen wir in Grand Bassam in eine andere Richtung, weil wir Musik hörten. Plötzlich standen wir vor einem übertrieben geschmücktem Pizza-Restaurant. Wir erkundigten uns und fanden heraus, dass es eine Restauranteröffnung war. Fünf Minuten standen wir einfach nur da. Dann kam ein Mann in schwarzem Anzug und erklärte uns, dass wir eingeladen waren. Den ganzen Abend stopften wir uns mit Pizza voll und mussten nichts bezahlen. Ein anderes Abenteuer in Grand Bassam war, als ich mit den Kindern Fußball gespielt habe. Alle waren barfuß, damit man sich nicht gegenseitig wehtat.

Wieder zurück in Abidjan waren wir einen ganzen Tag in einem Nationalpark mitten in der Stadt. Nach der ersten Stunde war mir so langweilig, dass ich sterben wollte und danach fing es erst richtig an. Es war der erste Tag der Ferien und sieben Schulen waren im Wald unterwegs. Viele von den Kindern hatten noch nie einen Menschen mit weißer Haut gesehen. Ehe ich mich versah, rannte eine  Gruppe Kinder in blauer Uniform auf mich zu und wollte meine Haare anfassen. Ab diesem Augenblick war der Tag ein einziger Albtraum. Die ganze Zeit musste ich mich in Acht nehmen, dass ich nicht in das Sichtfeld von einer blauen Uniform komme. Deshalb war ich sehr froh, als wir nach einer Runde endlich wieder im Hotel waren. Am Tag vor Festivalanfang traf ich am frühen Morgen unten im Hotel auf andere Kinder. Sehr schnell fand heraus, dass sie Geschwister waren und eine Zeit lang in Texas gelebt haben. Also konnte ich mich auf Englisch mit ihnen unterhalten. Es hat Spaß gemacht Zeit mit ihnen zu verbringen. Dann fingen die drei Tage des Festivals an. Der erste Tag war schlimm, es hat die ganze Zeit geregnet und meine Eltern mussten trotzdem auftreten. Am zweiten Tag des Festivals waren wir in einem anderen Stadtteil von Abidjan. Nach dem Festival passierte nichts besonderes. Wir waren in einer kleinen Stadt am Strand namens „Jaqueville“dort wohnten wir in einer kleinen Hütte, in der wir alles hatten, was wir brauchten. Am Abend aßen wir immer sehr gut und am Tag an dem meine Mutter Geburtstag hatte, waren wir an einem sehr schönen kleinen Strand. Mehr passierte uns aber eigentlich nicht mehr.

Tom-Kaya, 10 Jahre 

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